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  • Behandlungserfolge

    aus unserer täglichen Praxis an Beschwerdebeispielen
  • In unseren Praxisräumen

    im Herzen der Stadt Münster werden Sie sich wohl fühlen und optimal entspannen können.

Fallbeispiele

Hier stellen wir Ihnen einige Fallbeispiele aus der Praxis und unserer täglichen Arbeit vor. Sehr unterschiedliche Anwendungen kommen hier zum Einsatz. Jeder Patient bringt seine eigene körperliche und seelische Vorgeschichte mit und jeder Patient benötigt somit eine ganz individuelle Behandlung.

Die Patientin kommt mit starken Schmerzen in der oberen Brustwirbelsäule und Missempfindungen in den Armen seit ca. 10 Tagen. Zum Teil fühlt es sich in den Armen wie Nadelstiche an oder als wenn das Blut zu heiß wäre. Die Beschwerden treten vor allem nachts auf, schlafen ist kaum noch möglich

Anamnese:
Die Patientin hat sich ca. 14 Tage zuvor vertreten und dann Schmerzen im unteren Rücken/Beckenbereich (ISG) bekommen. Diese waren rückläufig, aber dann traten die oben genannten Beschwerden auf. Es wurde bereits ein großes Blutbild angefordert, dieses war unauffällig.

Untersuchung:
In der Untersuchung zeigte sich ein Hartspann des gesamten Musculus erector, der rechts und links neben der Wirbelsäule verläuft. Die Brustwirbelsäule der Patientin war blockiert. Der Magen war im osteopathischen Sinne auffällig, daraufhin sagte mir die Patientin, dass sie vor kurzem eine Magenschleimhautentzündung hatte. Weitere Tests waren unauffällig. Insgesamt fiel auf, dass die Patientin sehr angespannt war.

Behandlung:
In der ersten Behandlung habe ich die Brustwirbelsäule der Patientin mobilisiert und die Rückenmuskulatur entspannt. Durch die bessere Beweglichkeit der Wirbelsäule und die entspanntere Muskulatur sollen die Missempfindungen in den Armen abnehmen. Zum Abschluss der Behandlung habe ich eine Technik aus der Cranio-Sakralen-Therapie angewandt, um die Grundanspannung der Patientin herunter zu fahren.
Die Patientin kam nach 1 Woche wieder und erzählte, dass es ein Auf und Ab war nach der Behandlung.

Bei der zweiten Behandlung habe ich zu den Techniken der ersten Behandlung noch eine Technik zur Entspannung der Dura mater, der Hirnhaut, vorgenommen.
In der dritten Behandlung berichtete die Patientin dann, dass die Missempfindungen in den Armen und auch die Schmerzen in der Brust abgenommen haben. Allerdings seien jetzt die Schmerzen im Kreuzdarmbeingelenk (ISG) wiedergekehrt.

Bei einer erneuten Testung, stellte ich eine Blockade in dem ISG rechts fest. Diese konnte ich lösen und die umgebene Muskulatur entspannen. In der vierten Behandlung berichtete die Patientin, dass sie keine Beschwerden mehr hat.

Die Patientin kommt mit Schulter-Nacken-Schmerzen und einem linksseitigen Spannungskopfschmerz, den sie seit Jahren schon hat.


Weitere Symptome:
Schmerzen beim Husten im Brustkorb, die durch Abstützen der Arme besser werden

Anamnese:
Die Patientin hat eine seit Jahren bekannte chronische Lungenerkrankung, im Jahr zuvor: OP, Entfernung des linken Lungenoberlappens nach einem Lungenemphysem.
Die Patientin treibt keinen Sport. Sie hat schon Physiotherapie bekommen, aber durch Weichteiltechniken in dem Schulter-Nacken-Bereich wurde es schlimmer.

Untersuchung:
Deutlich erhöhte Spannung im Bereich des Musculus trapezius descendes rechts und links, sowie des Musculus levator rechts und links (Muskeln des Schulter-Nackenbereichs). Beide Muskeln waren auf der linken Seite noch deutlicher angespannt als auf der rechten Seite. Die Beweglichkeit des Thorax, also der Brustwirbelsäule und der Rippen, war eingeschränkt und somit auch die Atmung. Des Weiteren war ein Kompressionstest auf dem Brustbein auffällig, dieses stellte sich als zu fest dar. Dies lässt darauf schließen, dass das Bindegewebe, das um das Herz liegt, der Herzbeutel, auch unter zu hoher Spannung steht. Genauso war auch das Zwerchfell zu sehr angespannt und die Brustmuskulatur und die Muskulatur zwischen den einzelnen Rippen. Die Narbe von der Lungen OP war unauffällig

Behandlung:
In der ersten Behandlung habe ich das Zwerchfell entspannt und die Brustmuskulatur, sowie die Muskulatur zwischen den Rippen, um die Atmung der Patientin zu erleichtern. Danach habe ich den Herzbeutel, das Perikard, mobilisiert. Eine Behandlung des Schulter-Nackenbereichs war nicht notwendig, da dieser Bereich nicht die Ursache für die bestehenden Probleme ist.

Nach einer Woche kam die Patientin wieder und konnte berichten, dass die Beschwerden im Schulter-Nacken-Bereich und die Kopfschmerzen deutlich besser geworden waren. Es folgte noch eine zweite und dritte Behandlung und die Beschwerden der Patientin waren deutlich gelindert.

Ein 43-jahriger Mann suchte mich wegen schmerzhafter Schultersteife auf, die seit ca. einem halben Jahr besteht. Der rechte Arm ist zusätzlich bewegungseingeschränkt. Das Anheben des Arms war bei ca. 70° am Ende angelangt.

Mein erster Verdacht:
Verkalkung der Supraspinatussehne, denn das ist der „Klassiker“ bei diesem Zeichen. Der nächste Satz des Patienten pulverisierte meine Idee im Ansatz. Er war bereits beim Orthopäden in Behandlung der die gleiche Idee verfolgte und ein MRT (ein sehr genaues bildgebendes Verfahren) in Auftrag gab.

Das Ergebnis:
Es gibt keinen Befund. Alle Strukturen, die zur Schulter gehören, weisen keinen Defekt auf und es ist nichts auf den Bildern zu sehen, was dort nicht hingehört. Der Orthopäde injizierte mehrfach Medikamente in die Schulter und verordnete Physiotherapie. Beides blieb ohne Erfolg. Ich widme mich dem, was mich meine Erfahrung gelehrt hat: viele Fragen stellen und gut zuhören.

Besondere Fragestellung:
Der Patient gibt bei der Frage nach seinen sportlichen Aktivitäten an, immer wieder Sprungübungen zu machen. Ich kann mir nicht wirklich was darunter vorstellen und frage genauer nach.Er klettere manchmal auf Mauern um von denen wieder herunter zu springen, das würde er schon seit seiner Kindheit tun.

Die Untersuchung:
Erstaunlich gut war die körperliche Verfassung, er war extrem durchtrainiert. Alle Untersuchungen des Bewegungsapparats waren unauffällig, bis auf die eingeschränkte Abduktionsfähigkeit (seitliches anheben) des gestreckten Arms. Bei der Untersuchung der Bauchorgane gab es dann eine einzige Besonderheit: die Leber war deutlich palpabel (gut zu ertasten) und es gab keine Zeichen für eine Vergrößerung, das spricht für eine sogenannte Organptose (herabhängen des Organs). Die Aufhängebänder der Leber standen unter Spannung. Diese Bänder sind mit dem Zwerchfell verbunden, das Zwerchfell über Bindegewebe und Muskulatur wiederum mit der Schulter. Ich forderte den Patienten auf, im sitzen den Arm zu heben, bei den besagten 70° war die Grenze erreicht.


Die Behandlung:
Ich hob von außen seine Leber in die Normalposition und entspannte damit die Aufhängebänder die zum Zwerchfell führen, und ließ ihn nochmals den Arm anheben. Der Arm war voll umfänglich bewegungsfrei. Bei wiederholten Tests mit und ohne Anheben der Leber gab es immer wieder das gleiche Ergebnis.

Die Ursache:

Die Leberptose sorgte für Unbeweglichkeit der Schulter. Bei der Behandlung wurden die Bänder entspannt und das Zwerchfell mobilisiert. Der Patient hatte seine alte Schulterbeweglichkeit zurückgewonnen.

Dieser Fall erklärt exemplarisch osteopathisches Denken und Handeln.
- Die Ursache der Beschwerden muss nicht unbedingt an der Stelle der Beschwerden sein.
- Anatomische und physiologische Zusammenhänge müssen genau untersucht werden.
- Die gemeinsame Betrachtung sämtlicher Gewebe, ob die des Bewegungsapparats oder die der Bauchorgane, sowie das dazugehörige Bindegewebe führen häufig zu Lösung von mechanischen Problemen.

Wochen später...
Der Patient überredete seine sämtlichen Arbeitskollegen zu mir in die Behandlung zu kommen. Schließlich habe ich seine Schulter geheilt ohne diese ja überhaupt behandelt zu haben.

Eine Patientin sucht mich wegen ihrer unerklärlichen Bauchbeschwerden auf. Die bisherigen Untersuchungen des Hausarztes und des Internisten ergaben keine Diagnose. Die Patientin ist 76 Jahre alt und hat bei einer Körpergröße von 163 cm und wiegt 87 kg. Der letzte Rat der ihr gegeben wurde, lautete deutlich abzunehmen und Bauchbeschwerden würden sich dann bestimmt bessern.

Die erste Untersuchung:
Als die Patientin bei mir vorstellig war, hatte sie bereits 8 kg abgenommen. Ihre Bauchschmerzen waren unverändert. Im Laufe der Befragung fiel mir immer wieder eine eigentümliche Kopfbewegung der Patientin auf. In unregelmäßigen Abständen drehte sie ihren Kopf zur Seite und schob dabei das Kinn nach vorne. Die nachstehende Untersuchung bezüglich der Bauchorgane blieb ohne Ergebnis, da ein exaktes Tasten einzelner Organe wegen des Übergewichts nicht durchzuführen war.

Ungewöhnliche Blockaden:
Als ich den Bewegungsapparat untersuchte, stellte ich mehrere Blockaden der Halswirbelkörper fest, sowie Verspannungen der dazugehörigen Muskulatur. Auf die Frage ob es dazu eine Erklärung gibt, erzähle sie mir, dass sie sich beim Einsteigen in das Auto ihrer Tochter, den Kopf angeschlagen hat. Der zeitliche Bezug passte zu den Bauchschmerzen. Daraufhin kümmerte ich mich um die Halswirbelsäule. Die Behandlung bestand aus der Mobilisation der Muskulatur und der Wirbelgelenke.


Rückgang der Beschwerden:
Nach zwei Wochen sah ich die Patientin wieder. Die Bauchschmerzen waren deutlich zurückgegangen. Die Patientin brachte das aber nicht in den Zusammenhang mit der Behandlung, freute sich aber darüber wieder alles essen zu können. Eine weitere Mobilisierung brachte Beschwerdefreiheit.

Zusammenhänge:
Tatsächlich wird die sensible Versorgung von Gallenblase, Leber und des Bauchfells durch einen Nerv gewährleistet der an der Halswirbelsäule austritt und sich durch die umliegende Muskulatur schlängelt. Durch eine Reizung kann es zu oben genannten Symptomen kommen. Die Patientin führte nach dem ersten Termin ihre spezielle Kopfbewegung nicht mehr aus.